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Die Heizölpreise haben in den vergangenen Tagen wieder angezogen. Auslöser ist vor allem die erneute Eskalation im Nahen Osten. Nach neuen militärischen Aktionen der USA gegen Ziele im Iran sowie verschärften Sanktionen auf iranisches Öl reagieren die internationalen Rohstoffmärkte nervös. Rohöl der Sorte Brent legte deutlich zu und auch die Notierungen für Gasöl – dem wichtigsten Vorprodukt für Heizöl – sind gestiegen.
Warum reagiert der Ölpreis so empfindlich?
Der Ölmarkt bewertet derzeit weniger die tatsächliche Versorgungslage als das Risiko weiterer Störungen. Im Mittelpunkt steht erneut die Straße von Hormus. Über diese Meerenge wird ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Rohöls transportiert. Jede Verschärfung der Lage führt deshalb zu einem Risikoaufschlag an den Börsen, selbst wenn es bislang noch nicht zu größeren Lieferausfällen gekommen ist.
Gleichzeitig bleibt die Förderpolitik wichtiger Ölstaaten ein Unsicherheitsfaktor. Änderungen der Produktionsmengen sowie geopolitische Entwicklungen können die Preisrichtung jederzeit verändern. Insgesamt ist die Schwankungsbreite am Ölmarkt derzeit wieder deutlich gestiegen.
Wie entwickeln sich die Heizölpreise?
Nach den Preisrückgängen der vergangenen Wochen hat sich der Aufwärtstrend zuletzt wieder verstärkt. Zwar liegen die aktuellen Preise weiterhin unter den Höchstständen aus dem Frühjahr, kurzfristig spricht die Nachrichtenlage jedoch eher für anhaltend erhöhte Schwankungen als für deutlich fallende Preise.
| Bereich | Schlusskurs 06.07.2026 |
Schlusskurs 07.07.2026 |
Startkurs heute 08.07.2026 |
Veränderung zum Vortag |
Tendenz 08.07.2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Heizölpreis (Euro/100L) 3.000 L. Standardqualität |
124,58 | 124,18 | 125,75 | 1,3 % | ![]() |
| Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel) |
72,24 | 73,82 | 76,13 | 3,1 % | ![]() |
| Wechselkurs (Euro/US-Dollar) |
1,1417 | 1,1427 | 1,1414 | -0,1 % | ![]() |
Unsere Einschätzung
Kaufempfehlung: Jetzt kaufen.
Wer in den kommenden Wochen Heizöl benötigt oder einen nur noch teilweise gefüllten Tank besitzt, sollte nicht auf sinkende Preise spekulieren. Die geopolitischen Risiken haben zuletzt wieder deutlich zugenommen und können jederzeit für weitere Preisaufschläge sorgen.
Für Kunden mit gut gefülltem Tank besteht dagegen kein akuter Handlungsbedarf. Wer ausreichend Vorrat für mehrere Monate hat, kann die weitere Entwicklung beobachten. Kurzfristig überwiegen jedoch die Risiken steigender gegenüber deutlich fallenden Heizölpreisen.

