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Zum Wochenstart hatten die Ölpreisnotierungen weiterhin unter dem Eindruck der angespannten Lage im Nahen Osten gestanden und zogen dann zunächst wieder an. Ausschlaggebend waren anhaltende Sorgen über mögliche Lieferausfälle sowie eingeschränkte Transportwege in der Region. Im weiteren Verlauf der Woche kam es jedoch zu einer Gegenbewegung. Auslöser war die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, den bestehenden Waffenstillstand mit dem Iran zu verlängern. Diese Ankündigung sorgte zunächst für eine kurzfristige Entspannung an den Märkten und setzte die Ölpreise unter Druck. Der Rückgang fiel jedoch begrenzt aus. Hintergrund ist, dass es sich bislang lediglich um eine politische Ankündigung aus Washington handelt, während eine verbindliche, beidseitig abgesicherte Einigung weiterhin aussteht. Zudem bleibt die strukturelle Lage im globalen Ölmarkt angespannt: Wichtige Transport- und Handelsrouten, insbesondere die Straße von Hormus, sind weiterhin nur eingeschränkt planbar nutzbar.
Im weiteren Wochenverlauf stabilisierten sich die Notierungen wieder. Marktteilnehmer bewerten die geopolitische Lage weiterhin vorsichtig, da die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zwar als fortgesetzt gelten, jedoch ohne klaren Durchbruch verlaufen. Die Unsicherheit über eine nachhaltige Deeskalation bleibt damit bestehen. Entsprechend ist die geopolitische Risikoprämie im Ölpreis weiterhin eingepreist.
Gegen Ende der Woche zeigte sich der Markt erneut mit erhöhten Schwankungen. Einerseits wirken die Erwartungen an eine mögliche diplomatische Entspannung preisdämpfend, andererseits verhindern strukturelle Versorgungsrisiken und die weiterhin unsichere Lage an zentralen Liefer- und Transportkorridoren eine nachhaltige Abwärtsbewegung.
Auch mit verlängerter Waffenruhe bleibt der Ölmarkt damit insgesamt fragil. Für Heizölkunden bedeutet das: Solange die geopolitischen Risiken nicht vollständig zurückgehen und die Versorgungslage nicht stabilisiert ist, ist kein dauerhafter und signifikanter Preisrückgang zu erwarten. Gleichzeitig bleiben kurzfristige Bewegungen und damit auch temporäre Kaufgelegenheiten weiterhin möglich.


| Bereich | Schlusskurs 22.04.2026 |
Schlusskurs 23.04.2026 |
Startkurs heute 24.04.2026 |
Veränderung zum Vortag |
Tendenz 24.04.2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Heizölpreis (Euro/100L) 3.000 L. Standardqualität |
142,20 | 143,21 | 143,97 | 0,5 % | ![]() |
| Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel) |
101,92 | 103,70 | 105,61 | 1,8 % | ![]() |
| Wechselkurs (Euro/US-Dollar) |
1,1716 | 1,1702 | 1,1679 | -0,2 % | ![]() |



