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Spritpreise steigen wegen Iran-Krieg deutlich über zwei Euro
Der Krieg im Iran und in der Golfregion hat in Deutschland innerhalb weniger Tage zu einem starken Anstieg der Kraftstoffpreise geführt....
03.03.2026
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02.03.2026
Öl- und Heizölpreise aktuell
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Der Krieg im Iran und in der Golfregion hat in Deutschland innerhalb weniger Tage zu einem starken Anstieg der Kraftstoffpreise geführt. Auslöser ist vor allem die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran, über die rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert wird. Dadurch verteuerte sich Rohöl der Sorte Brent innerhalb einer Woche von etwa 71 auf rund 82 US-Dollar pro Barrel.
Bereits Anfang März meldete der ADAC deutliche Preissteigerungen: Am 3. März lag der bundesweite Durchschnittspreis für Super E10 bei 1,897 Euro pro Liter, ein Anstieg von 12,1 Cent gegenüber der Vorwoche. Noch stärker verteuerte sich Diesel auf durchschnittlich 1,917 Euro pro Liter – ein Plus von 17,7 Cent. Diesel reagiert auf Krisen und Versorgungsengpässe meist stärker als Benzin, weil er auch in Industrie und Energieerzeugung eingesetzt wird und teilweise Erdgas ersetzen kann. Zusätzlich verschärfen eingeschränkte Flüssiggaslieferungen aus Katar die Nachfrage nach Diesel.
Am 5. März überschritten die Preise schließlich wichtige Schwellen: Super E10 lag am Morgen erstmals im bundesweiten Durchschnitt über zwei Euro pro Liter und erreichte 2,003 Euro. Diesel stieg im gleichen Zeitraum weiter auf durchschnittlich 2,086 Euro pro Liter. Bereits im Tagesdurchschnitt des Vortages hatte Diesel mit 2,005 Euro die Zwei-Euro-Marke überschritten.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte eine Überprüfung der Entwicklung an. „Wir werden prüfen, dass nicht eine Situation ausgenutzt wird, die sich an den Märkten abbildet, aber nicht in dieser Höhe“, sagte sie im Podcast von Table.Briefings. Dazu stehe sie in engem Austausch mit dem Bundeskartellamt.
Auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) warnte Mineralölkonzerne davor, aus dem Krieg im Iran Kapital zu schlagen. „Es darf da jetzt keine Abzocke geben“, sagte der SPD-Chef in der Sendung ZDF spezial.