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Der europäische Erdgaspreis ist zuletzt deutlich gestiegen und hat den höchsten Stand seit fast einem halben Jahr erreicht. Ausschlaggebend dafür war vor allem eine ungewöhnlich kalte Witterung in Teilen Europas, die den Heizbedarf und damit die Nachfrage nach Gas erhöht hat. Der richtungweisende TTF-Terminkontrakt für europäisches Erdgas wurde an der Börse in Amsterdam zeitweise bei rund 34,30 Euro je Megawattstunde gehandelt. Damit verzeichnete der Markt im Wochenverlauf einen Preisanstieg von etwa 20 Prozent, der als stärkster Wochenzuwachs seit Oktober 2023 gilt.
Zusätzlich belastend wirkten die vergleichsweise niedrigen Füllstände der europäischen Gasspeicher. Mit rund 52 Prozent liegen sie deutlich unter dem für diese Jahreszeit üblichen Niveau. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die für das Monatsende erwarteten sehr kalten Temperaturen die Phase intensiver Speicherentnahmen verlängern könnten, was die Versorgungslage weiter anspannt.
Neben wetter- und lagerbedingten Faktoren spielten auch geopolitische Risiken eine Rolle. Die angespannte Lage rund um den Iran sowie neue Drohungen der US-Regierung gegenüber Handelspartnern Teherans haben die Sorgen um das globale Gasangebot verstärkt und damit den Preisdruck zusätzlich erhöht. Insgesamt ergibt sich ein Umfeld aus hoher Nachfrage, begrenzten Reserven und geopolitischer Unsicherheit, das die jüngste Preisrally am europäischen Gasmarkt erklärt.